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Radon

Radon ist ein farb-, geruch- und geschmackloses Edelgas und kann deshalb vom Menschen nicht wahrgenommen werden. Es ist natürlichen Ursprungs und wird hauptsächlich aus dem Boden in die Luft freigesetzt.

Die Erdkruste enthält seit ihrer Entstehung natürliche radioaktive Elemente wie Uran und Thorium. Diese wandeln sich durch radioaktiven Zerfall um, bis nach mehreren Zwischenstufen (mit weiteren radioaktiven Elementen, wie z. B. Radium, Radon und Polonium) stabiles Blei entsteht. Bei den Zerfallsprozessen wird ionisierende Strahlung ausgesendet.

Vorkommen

Die Radonkonzentration im Erdreich und in der Bodenluft unterscheidet sich in Abhängigkeit von Boden- und Gesteinsart. Die zweite wichtige Einflussgröße für das »Radonangebot« aus dem Untergrund ist die Gasdurchlässigkeit des Bodens, da das Radon von seinem Entstehungsort noch an die Erdoberfläche bzw. die Bodenplatte eines Hauses gelangen muss, bevor es in die Freiluft austreten bzw. in das Haus eindringen kann.

Radon in Gebäuden - Wie und wo kommt Radon ins Haus?

Nach dem Austritt aus der Erdoberfläche verdünnt sich das mit der Bodenluft mitgeführte Radon in der Luft im Freien in der Regel um mehr als das 1.000-fache. Beim Eindringen von Bodenradon in Häuser ist dieser Verdünnungseffekt wegen des beschränkten Luftaustauschs mit der Außenluft jedoch viel geringer.

Richtwerte - Vorgaben für Wohnungen

Außer für bestimmte Arbeitsplätze (Wasserwerke, Schaubergwerke, Höhlen,…) gibt es in Deutschland bisher keine gesetzlichen Grenzwerte für den Radonschutz in Gebäuden. Jedoch gibt es Empfehlungen als Maßstab für die Bewertung von Radonkonzentrationen in Räumen.

Schutzmaßnahmen

Während sich auf das Vorhandensein des Radons im Boden kaum Einfluss nehmen lässt, gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten für den Radonschutz von Gebäuden. Meist helfen bereits einfache Maßnahmen.

Ziel der Maßnahmen ist es, entweder Radon durch Abdichtungsamßnahmen vor dem Eintritt ins Gebäude zu hindern, oder es durch Lüfungsmaßnahmen aus dem Gebäude herauszuleiten. Lüftungsmaßnahmen sind in der Regel wirkungsvoller und einfacher umzusetzen und deshalb Abdichtungsmaßnahmen vorzuziehen.

Sofern einfache Maßnahmen, wie z.B. sogenannte Radonbrunnen nicht greifen, kann z.B. der Einbau einer technischen Belüftung mit Wärmerückgewinnung abhelfen. Solche Maßnahmen können im Rahmen der energetischen Sanierung von Gebäuden gefördert werden und sind langfristig aufgrund der verringerten Heizkosten wirtschaftlich sinnvoll.

Radonmessung

Radonmessungen mit sogenannten Passivdosimetern sind sehr kostengünstig. Sie sollten über einen längeren Zeitraum (mehrere Monate) erfolgen. Unter bestimmten Voraussetzungen können Interessenten in Sachsen auch kostenfrei an einem Messprogramm teilnehmen. Es dient dazu, Lücken in den Daten zu schließen sowie die Datenbasis zu verbessern.

Radonberatungsstelle

  • Für den Bürger kostenloses Beratungsangebot zum Thema »Radon in Häusern«
  • Hilfe zur Selbsthilfe
  • Messprogramme in Zusammenarbeit mit dem Bund

Die Radonberatungsstelle informiert als unabhängige, behördliche Stelle des Freistaates Sachsen zum Zweck des vorsorglichen Schutzes der Bevölkerung vor Gesundheitsrisiken durch erhöhte Radonkonzentrationen. Sie berät zur Radonsituation in Sachsen, zur gesundheitlichen Wirkung des Radons und zu Schutzmöglichkeiten.

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Interaktive Radonpräsentation

Radon CD Hülle

Auf dieser Seite finden Sie anschauliche Informationen rund um Radon:

Radonpräsentation
Informationsfilme
Radon CD

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