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Helfer(n) helfen

Helfer in Dresden. Icon vorheriges Bild Icon nächstes Bild Icon Bild vergrößern

Helfer in Dresden.
(© SMI)

Helfer in Dresden. THW und Bundeswehr beim gemeinsamen Einsatz in Dresden Land unter in Meißen - Freiwillige Helfer füllen Sandsäcke Gemeinsam im Einsatz: Das Panzergrenadierbataillon 391 gemeinsam mit dem THW gegen das Hochwasser. Das Hochwasser in Sachsen hält die Rettungskräfte in Atem: In Zschopau füllt die Feuerwehr Sandsäcke Die Bundeswehr half in Glauchau mit Fahrzeugen bei der Evakuierung von Betroffenen aus den gefährdeten Gebieten.

DANKE AN ALLE HELFER!

In den überflteten Gebieten Sachsens haben unzählige freiwillige Helfer angepackt und Sandsäcke befüllt, Wasserbarrieren gebaut, Deiche abgesichert, Keller leer gepumpt, evakuierte Bürger zu Hause aufgenommen und Lebensmittel verteilt. Allein in Dresden soll mehr als die Hälfte der Sandsäche von Freiwilligen verbaut worden sein. Zahlreiche Unternehmen haben dringend benötigte Sachmittel gespendet und ihre Dienstleistungen eingebracht.

Staatsminister Ulbig: „Großer Dank an alle freiwilligen Helfern. Es ist faszinierend, wie sich diese Kräfte über Handy und soziale Medien selbst organisieren. Eine klasse Sache – man könnte sagen: ‚Anpacken 2.0‘“.

Über Facebook-Seiten wie beispielsweise Fluthilfe Dresden (https://www.facebook.com/FluthilfeDresden) oder Elbpegelstand (https://www.facebook.com/elbpegelstand) organisieren sich die Helfer eigenständig. Bei der Flut 2002 war eine solche Organisationsform noch nicht in dem Maße festzustellen. Hintergrund ist die zwischenzeitliche technische Entwicklung. »Es kommt darauf an, wie wir professionelle und freiwillige Hilfe bei künftigen Ernstfällen noch besser miteinander verzahnen.«, sagte Staatsminister Ulbig.

Auch über 10.000 Helfer von der Bundeswehr über Polizei, THW und DRK und weiteren Hilfsorganisationen sind aus verschiedenen Bundesländern derzeit in Sachsen im Einsatz. »Ich bin für die Unterstützung sehr dankbar. Die Anrainer an den Flüssen brauchen die Hilfe beim Kampf gegen das Wasser und auch beim Aufräumen.«, so Innenminister Markus Ulbig.

Es waren drei Bundesländer von Hamburg, Berlin bis hin zu Hessen in den Katastrophengebieten aktiv. Die Helfer aus Brandenburg mussten im Verlauf der Flut zur eigenen Hochwasserbekämpfung in ihr Land zurückkehren. Auch internationale Helfer wie die französischen Soldaten der Deutsch-Französischen Brigade und Einsatzkräfte des niederländischen 101. Pionierbataillons sind nach Sachsen gekommen und unterstützten Sachsen beim Kampf gegen die Wassermassen.

Zahlen zu den offiziellen Helfern: Insgesamt rund: 8.500
(Feuerwehr, Polizei, Bundespolizei, Bundeswehr, THW, DRK, ASB)

• THW und andere (RT, Private, Sonstige): 421 + 521
• Polizei: 1.711
• Feuerwehr: 1.123
• Bundeswehr: 3.280
• Internationale (Streit-)Kräfte: Niederlande 192 und Frankreich 321 Aus anderen Bundesländern: Hamburg ca. 170, Hessen ca. 900, Berlin ca. 200

Schüler leisten wertvolle Hilfe

In den vergangenen Tagen haben hunderte Schülerinnen und Schüler in den Hochwassergebieten mit angepackt. Sie haben ihre Schulen gesichert, wertvolles Inventar ins Trockene gebracht oder Sandsäcke gepackt und Deiche gesichert. Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth möchte den helfenden Schülern für ihren unschätzbaren Einsatz danken. Stellvertretend für die jugendlichen Helfer besucht die Kultusministerin die Schüler der 56. Mittelschule in Leipzig. Die Mädchen und Jungen der 8. und 9. Klassenstufen halfen, den Deich an der Brückenstraße zu sichern. Eine Überflutung des Deiches hätte nicht nur ihre Schule, sondern große Teile der Stadt Leipzig unter Wasser gesetzt.