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Hochwasserschäden in Sachsens Wäldern

Die Extremniederschläge im Mai und Juni hinterlassen Schäden in Millionenhöhe an der forstlichen Wegeinfrastruktur. Aufräumarbeitensind in den betroffenen Gebieten bereits in vollem Gange oder sogar schon abgeschlossen.

Der Dauerregen vor der Flutwelle hat an Wegen, Brücken und Stützmauern in sächsischen Wäldern Schäden in Millionenhöhe verursacht. Kleine Bäche und Gräben verwandelten sich in reißende Wasserläufe. Wegekörper von Forstwegen wurden streckenweise stark ausgespült oder gänzlich zerstört, Brücken, Stützmauern und Teichdämme beschädigt und destabilisiert. Durch den stark aufgeweichten Boden wurden Bäume entwurzelt, die öffentliche Verkehrswege und Waldwege versperrten. Besonders betroffen sind das westliche und mittlere Erzgebirge, das Erzgebirgsvorland und das Vogtland. Im Raum Leipzig stehen einige Waldflächen komplett unter Wasser. Erhebliche Schäden gibt es auch im Osterzgebirge, der Sächsischen Schweiz und im Lausitzer Bergland. In Bad Schandau war der Sitz der Nationalparkverwaltung vom Hochwasser der Elbe betroffen.

Wild abfließendes Oberflächenwasser und Überschwemmungen haben an Wegen, Brücken und Stützmauern im Wald schwere Schäden angerichtet. Forstwege sind streckenweise stark ausgespült oder vollständig zerstört; Brücken, Stützmauern und Teichdämme beschädigt oder destabilisiert. Die Höhe der Schäden liegt bei rund 10,2 Millionen Euro. Davon entfallen 6,4 Millionen Euro auf den Staatswald sowie 3,8 Millionen Euro auf Privat- und Körperschaftswald. Allein 70 Prozent der Schäden sind im Erzgebirgskreis, im Vogtlandkreis sowie im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge aufgetreten.

Für den Wald bedeutete das regnerische Frühjahr keine Gefahr. Abgesehen von einzelnen überschwemmten Flächen profitierten die Bäume vom feuchten und kühlen Wetter. Die reichlich vorhandene Feuchtigkeit macht die Bäume vital und widerstandsfähig, die frisch gesetzten Forstpflanzen wuchsen gut an und schädliche Insekten, z. B. Borkenkäfer, wurden durch die kühl-feuchte Witterung in ihrer Entwicklung gehemmt.

 

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© Sächsische Staatskanzlei