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Verhaltenshinweise

Regelmäßige Ruhepausen

Als Einsatzkraft oder freiwilliger Helfer sind Sie vielleicht schon seit Tagen im Hochwassergebiet unterwegs, und Ihre Einsatzkaft wird womöglich auch noch nach dem allmählichen Rückgang des Hochwassers gebraucht. Teilen Sie sich Ihre Kräfte gut ein und überschreiten Sie nicht Ihre persönliche Belastungsgrenze: Gewähren Sie sich regelmäßig Ruhepausen und lassen Sie sich von ausgeruhten Helfern ablösen!
 

Psychische Belastung bewältigen

Als Betroffener oder Helfender können Sie sich den katastrophalen Eindrücken des Hochwassers schwerlich entziehen. Die Bilder menschlichen Leids können schwer belasten, scheuen Sie nicht, Beratung und psychogische Hilfe anzunehmen. Die Mitarbeiter der Krisenintervention und die Teams der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) stehen Ihnen zur Seite. Kontakt erhalten Sie über das Netzwerk der Psychosozialen Notfallversorgung. Sie können auch jederzeit die Dienste der gemeinde-psychiatrischen Krisenintervention in Anspruch nehmen.

Grundwasser-Anstieg: Vorsicht beim Abpumpen!

Durch Regenfälle bei derzeitigem Hochwasser steigt das Grundwasser an. Auch in Regionen, die nicht von der Flut betroffen sind, kann es dadurch zu Wasserschäden kommen. Informieren Sie sich daher regelmäßig über die aktuelle Grundwassersituation. Aktuelle Werte des Landesmessnetzes Grundwasser finden Sie unter www.grundwasser.sachsen.de.

Vorschnelles Abpumpen kann die Gebäude-Statik erheblich gefährden. Ist der im Keller mit Grundwasser vollgelaufen, sollten Sie mit dem Leerpumpen warten, bis der Grundwasserspiegel gesunken ist. Ziehen Sie zuvor einen Bau-Sachverständigen zu Rate! Informationen zu Grundwasserschäden und Maßnahmen zur Vorbeugung finden Sie beispielsweise im Internetauftritt der Stadt Dresden.

 
Schutz vor hygienischen Risiken

Nach Absinken des Hochwassers können hygienische Risiken auftreten. Um Ihre Gesundheit zu schützen beachten Sie bitte folgende Hinweise des Gesundheitsministeriums:

  • Verwenden Sie auch für alle Reinigungsarbeiten Wasser aus dem zentralen Trinkwassernetz.
  • Schützen Sie sich bei den Aufräumarbeiten durch Gummistiefel, wasserdichte Handschuhe und wasserabweisende Kleidung vor dem Kontakt mit zurückbleibendem Schlamm und Überschwemmungswasser.
  • Während der Aufräumarbeiten vor Ort sollten Sie keine Lebensmittel verzehren.
  • Waschen Sie sich vor der Zubereitung und dem Verzehr von Lebensmitteln sowie vor dem Rauchen sorgfältig die Hände.
  • Trinken Sie ausschließlich einwandfreies Trinkwasser und verzehren Sie ausschließlich hygienisch unbedenkliche Lebensmittel. Verzehren Sie keine Lebensmittel, die mit Überschwemmungswasser in Berührung gekommen sind.
  • Bei den Aufräumarbeitungen besteht Verletzungsgefahr. Überprüfen Sie daher Ihren Impfschutz gegen Tetanus. Lassen Sie Ihre Impfung wenn nötig durch Ihren Hausarzt auffrischen.
  • Werfen Sie durchfeuchtete, kontaminierte Lebensmitteln fort wie .
  • Es besteh kein Grund größere Vorräte an Lebensmitteln anzulegen(Gefahr von Schimmelbefall u.ä.).
  • Reinigen Sie Konserven sind vor dem Öffnen gründlich.
  • Alles Obst und Gemüse, welches mit Überschwemmungswasser in Kontakt gekommen ist, vernichten, auf keinen Fall essen.
  • Betroffene Arbeitsflächen mit klarem Wasser reinigen. Geschirr, das mit Überschwemmungswasser in Berührung gekommen ist, dürfen Sie erst nach gründlicher Reinigung wieder benutzen.
    Beim Auftreten von Krankheitszeichen, insbesondere Durchfall, Erbrechen, Fieber sowie bei Verletzungen ist ein Arzt aufzusuchen.
  • Gartenbesitzer sollten daran denken, dass Wasser aus Teichen und Bächen nach einer Überschwemmung für die Bewässerung von Gemüse, Feldfrüchten, Obst u. ä. nicht uneingeschränkt geeignet ist. Gemüse und erdnahes Obst aus dem überschwemmten Garten durch Untergraben bzw. Kompostieren entsorgen.

 

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Polizei

  • SymbolTelefon:
    (+49) 110

Feuerwehr

  • SymbolTelefon:
    (+49) 112
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