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Hochwassersicher bauen

  • Niemand weiß, wann das nächste Hochwasser kommt, noch wie hoch es sein wird und welche Schäden es anrichten wird. Das Ziel ist es also, durch entsprechend angepasste Bauweise mit dem Hochwasser zu leben und das Gebäude möglichst schadensunanfällig auszustatten.
  • Bei Neubauten in hochwassergefährdeten Gebieten sollten Sie auf Kellergeschosse verzichten und das Haus sogar als aufgeständerten Baukörper konzipieren, damit das Wasser ungehindert abfließen kann. Es ist auch möglich, das Kellergeschoss als so genannte »Weiße Wanne« auszubilden. Dabei werden die Bodenplatte und die Außenwände als geschlossene Wanne aus wasserundurchlässigem Beton hergestellt. Räume, die ganz oder teilweise unter der Hochwasserlinie liegen, sollten als überflutbare Überschwemmungsgeschosse geplant werden. Das heißt, diese Räume sind nicht zum ständigen Aufenthalt vorgesehen und Einrichtungsgegenstände lassen sich ohne größere Demontage ein- und ausräumen.
  • Ob ein Gebäude ein Hochwasser schadensfrei übersteht, hängt vor allem von den verwendeten Baumaterialien ab. Die vom BMVBS herausgegebene »Hochwasserschutzfibel«, Stand Dezember 2010, führt (Bau-)Materialien auf und bewertet deren Widerstandsfähigkeit gegen Wassereinwirkung. Wie dem Hochwasser ausgesetzte Bauteile ausgebildet werden sollten, ist in dem in Rheinland-Pfalz veröffentlichten »Hochwasserhandbuch - Leben, Wohnen und Bauen in hochwassergefährdeten Gebieten« beschrieben.
  • Achten Sie auch auf eine hochwassersichere technische Ausrüstung (z. B. Heizung, Elektroinstallation), indem diese Anlagen möglichst  in oberen Etagen installiert werden. 
  • Auch bei Altbauten können hochwassergefährdete Gebäudeteile zur so genannten »Schwarzen Wanne« ausgebildet werden. Dabei werden Bitumen- oder Kunststoffbahnen als Außen- oder Innendichtung verwendet.
  • Bei Altbauten sind die Keller im Allgemeinen jedoch nicht so konzipiert, dass Wasserdruck aufgenommen werden kann. Aus diesem Grund müssen Sie überflutete Keller und andere Räume kontrolliert abpumpen, um eine Einsturzgefahr zu vermeiden.