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Das Wasser stoppen

Der Sandsack ist der Klassiker unter den Fluthelfern. Sein Erfolg beruht auf einfacher Handhabung und optimaler Wirkung. Gefüllt mit Sand schmiegt sich der Sack nahezu perfekt an jede Umgebung an. »Sandsäcke sind im Falle eines Hochwassers mit das effektivste und einfachste Mittel zum Schutz von Häusern und Deichen«, so Umweltminister Frank Kupfer, der die Bevölkerung auf die Taschenfaltkarte des Technischen Hilfswerks (THW) aufmerksam machte. Sie liefert den freiwilligen Helfern wichtige Hinweise zum Bau von stabilen Sandsackdämmen und passt in jede Hosentasche. Der Vorteil des Sacks gegenüber mobilen Hochwasserschutzanlagen: Er widersetzt sich Rowdys. »Bei einem Sandsackwall müsste jemand schon mit einem Schaufelbagger kommen, um ihn zu zerstören«, sagte der Hochwasserexperte im Umweltministerium, Martin Socher. In Sachsen seien noch 3,6 Millionen Säcke vorrätig. Die würden die Helfer allerdings auch alle brauchen. Sandsäcke seien in Deutschland gefragt, erklärte. »Der Markt ist eng.«

Die Sandsäcke sind als Wasser-Barriere gut geeignet, wenn die richtige Technik angewandt wird. »Die Sandsäcke sind nur dann effektiv, wenn die Füllmenge stimmt. Sie sollten zu rund zwei Drittel gefüllt sein, damit sie sich gut an die darunter liegenden Säcke anpassen und kein Raum für Lücken entsteht«, so Kupfer. Damit die provisorische Wasser-Barriere hält, sei auch eine optimale Stapelung wichtig. Die Sandsäcke müssen wie eine Steinmauer miteinander verkeilt werden. Außerdem greift hier das Motto ›Viel hilft viel‹. »Es reicht nicht aus, nur eine oder zwei Reihen mit Sandsäcken zu stapeln, sondern es muss ein breiter Wall erstellt werden. Je breiter und schwerer desto stabiler«, betonte der Umweltminister.

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