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Erdbeben, Massenbewegungen und Erdfall

Auch wenn die Erdkruste hierzulande sehr friedlich ist, sind Sachschäden durch Erdbeben nicht ausgeschlossen. Das sächsische Vogtland gehört zusammen mit dem Oberrheingraben, der Niederrheinischen Bucht und der Schwäbischen Alb zu den vier seismisch aktivsten Regionen in Deutschland.

Erdbeben in Sachsen

Karte Erdbeben in Sachsen

(© SK)

Schwarmbeben, d.h. etliche tausende Erdstöße über mehrere Wochen hinweg, sind typisch für das Vogtland. 1985 erschütterte mit einer Stärke von 4,5 auf der Richterskala eines der stärksten Erdbeben in Deutschland überhaupt die Gegend und verursachte Risse im Mauerwerk und an Gebäuden. Erst im August 2011 bebte die Erde im Vogtland wieder, gemessener Wert auf der Richterskala: 4,0.

Bildergalerie »Schäden durch Erdrutsch«

Die Bahnstrecke zwischen Dresden und Prag bei Obervogelgesang im August 2001 nach einem Erdrutsch: Der Verkehr auf der Strecke stand einen Tag lang vollständig still. Icon vorheriges Bild Icon nächstes Bild Icon Bild vergrößern

Die Bahnstrecke zwischen Dresden und Prag bei Obervogelgesang im August 2001 nach einem Erdrutsch: Der Verkehr auf der Strecke stand einen Tag lang vollständig still.
(© Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie)

Die Bahnstrecke zwischen Dresden und Prag bei Obervogelgesang im August 2001 nach einem Erdrutsch: Der Verkehr auf der Strecke stand einen Tag lang vollständig still. Die Bahnstrecke zwischen Dresden und Prag bei Obervogelgesang im August 2001 nach einem Erdrutsch: Die Strecke war längere Zeit durch die Räumungs- und Bauarbeiten und durch die Gefahr weiterer Erdrutsche nur eingleisig nutzbar. Die Bahnstrecke zwischen Dresden und Prag bei Obervogelgesang im August 2001 nach einem Erdrutsch. Stadt Wehlen im Erzgebirge nach einem Erdrutsch im August 2010: Durch den Erdrutsch wurde ein Wohnhaus zerstört. Ursache waren die heftigen Regenfälle, die auch die verheerende Neisse-Flut auslösten. Stadt Wehlen im Erzgebirge nach sieben Monate nach dem Erdrutsch im August 2010: Das zerstörte Wohnhaus musste abgerissen werden. Der Hang wurde befestigt. Das Kirnitzschtal nach einem Felssturz im Oktober 2006: Der größte Felsblock beschädigte die Forststraße. Erdfall im Hof eines Wohnhauses am 13.11.2010 in Colditz bei Leipzig: Zwei Wohnhäuser in Colditz sind evakuiert worden, nachdem eine Frau im Hof ihres Wohnhauses in ein Loch eingebrochen war. Die Feuerwehr entdeckte darunter eine fünf Kubikmeter großen Hohlraum. Die Frau blieb unverletzt, weil sie sich rechtzeitig am Geländer feshalten konnte.

Steinschläge, Felsstürze und Rutschungen können grundsätzlich an jedem steileren Hang auftreten und damit in Sachsen insbesondere in den Mittelgebirgsregionen sowie im Elbtal.

Steinschlag, Felssturz und Rutschungen in Sachsen

Karte der Massenbewegungen in Sachsen

(© SK)

Wahre Alpträume sind Erdfälle, die sich in Bergbauregionen ereignen können. Hohlräume im Untergrund stürzen ein, reißen Erdmassen, Straßen und teilweise Gebäude in die Tiefe und hinterlassen erschreckende Krater. Dieses Risiko ist zwar nicht ganz auszuschließen, allerdings haben sich in der Vergangenheit keine gefährlichen Erdfälle in Sachsen ereignet.

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